Wunschsteine

Wir erben nicht – wir leihen aus

Wir erben die Welt nicht von unseren Vorfahren. Wir leihen sie von unseren Kindern.

So sehen es die Indianer.

Was für einen großen Unterschied dieser Perspektivwechsel macht.

Natürlich übernehmen wir die Welt von unseren Vorfahren. Wir werden geboren und finden sie vor, wie sie vor uns bereitet wurde. Wir erben ihre Ergebnisse.

Aber eigentlich ist das der Irrtum zu glauben, wir würden etwas erben. Es würde ja bedeuten, dass es uns dann für eine Weile gehört und wir damit machen können, was wir wollen. Genau das ist eben ein Trugschluss. Wir besitzen gar nichts, außer unabwendbare Verantwortung, und das verändert die Art der Gestaltung. Wir gestalten nicht für uns fürs Hier und Jetzt, sondern gestalten mit Blick auf die, die nach uns kommen und die wir, ja, lieben.

Was gestalten wir für jemanden, den wir lieben? Ein bisschen Dreckswasser, schlechte Luft, giftige Lebensmittel, rücksichtslose Verhaltensweisen? Oder achten wir auf Frieden und respektvollen Umgang mit allem, was zu dieser Welt gehört, damit es unseren Nachkommen gut gehen möge in einer Welt, die sie vorfinden?

Die Antwort dürfte klar sein.

Wir schulden unseren geliebten Kindern eine Welt, die wir von ihnen leihen. Wenn diese soweit sind schulden auch diese ihren geliebten Kindern eine Welt. Auf diese Weise dürfte die Welt eine ganze Ecke besser in Schuss gehalten werden wollen als mit der Vorstellung: alles meins.

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