6. Juli bis 11. Juli 2018

Wir haben keine Zeit für Urlaubmachen. Deshalb fahren wir in den Allgäu, wo man in ein Wurmloch fällt und aus einer mickrigen Woche ein langer Monat wird. Probiert´s mal aus.

Ja, wir sind wieder mit Vinni Bomba unterwegs und entscheiden uns für den 5***** Campingplatz am Hopfensee. So mit Sauna, Wellness, Sportangebot und so. Weil nur eine Woche und so. Übrigens ist der Platz ideal für Familien geeignet: Es gibt Kinderbetreuung, Animationsangebot, Sportplätze und Schwimmen sowieso. Entweder im See, der nur flach abfällt, oder im platzeigenen Schwimmbad.

Was findet man am Hopfensee?

Auch wenn „See“ derzeit zu sehr an „Seehofer“ erinnert, finden wir am Hopfensee alles, was wir dieses Mal suchen.

  • Ohne Altersbegrenzung begeisterndes Alpenspektakel
  • Einen wunderbar temperierten See zum Schwimmen
  • Überhaupt viele Seen, wenn auch nicht alle mit Wasser gefüllt sind, wie z.B. derzeit der Forggensee
  • Gleichmäßig verteilte Strandpromenaden
  • Lange Wege zum langen Spazieren und Wandern
  • Viele Seelenstreichler auf dem Campingplatz, wie z.B. Sauna, Meditation, Qigong, Kunstworkshops u.v.w. (Foto)
  • herrliches Sommerwetter – der Sommer 2018 ist überhaupt unser Lieblingssommer

Nur die Hobbits konnten wir nicht antreffen. Sie haben sich vermutlich vor der Hitze unter die grünen Auenhügel geflüchtet. Schade.

Och, jetzt kommt uns nicht mit Sehenswürdigkeiten, die wir euch hier vorstellen sollen. Wir machen Urlaub! Hängen rum, schwimmen im See, spazieren um den See herum – das sind immerhin Wege von 1-2 Stunden, testen die Güte der Kaltgetränke an den Strandpromenaden, erzählen, schweigen, liegen in der Sonne, futtern uns durch die Restaurants, beobachten Sonnenuntergänge.

Ja, es gibt auch Schlösser in der Nähe, das Schloß Neuschwanstein kann man vom Steg aus sehen. Aber das interessiert uns diesmal nicht.

Aber jetzt mal ehrlich: wenn ihr die Fotos seht – bekommt ihr keine Lust da rumzulaufen? Wir könnten schon wieder umkehren…

6 Beispiele für Bayrische Direktheit

Schon witzig dieser Humor… So subtil?!

Ebenfalls sehr bayrisch: prallvolle Teller, solche Portionen kennen wir gar nicht, egal, wo.

Apropos Restaurants

Direkt in 1A-Lage mit Blick auf den See liegt ein Restaurant namens „Fischerhütte“. Normalerweise meiden wir Restaurants, die zu nah an einer schönen Kulisse liegen, denn in diesen bezahlt man nicht das gute Essen sondern den guten Ausblick. Den können wir jedoch auch umsonst haben.

Aber im Schaukasten steht ganz unverblümt „Die beste Bouillabaise von den Alpen bis nach Marseille!“. Zum Preis von 27 €. Das lockt.

Das klingt nach echtem Fisch. Und weil wir die wirklich beste Bouillabaise bereits in Newquay / Südengland („Harbour Fish & Grill“) und in Venedig gefunden haben, kann diese Behauptung nicht unüberprüft so stehen bleiben.

Irgendwie hat es sich bei uns so eingeschlichen, dass wir die jeweils regionalen Restaurants genau unter die Lupe nehmen und davon berichten. Das tun wir auch jetzt wieder.

Patrick bestellt also Schnitzel. Patrick behauptet:

Wer Schnitzel kann, kann auch alles andere.

Sandra bestellt dagegen die berühmte Bouillabaise.

Nur sehr kurze Zeit später stehen 2 Riesen-Teller vor uns, randvoll belegt. Patrick probiert sein Schnitzel, legt die Gabel weg und sagt: Is lecker.

Sandra tunkt ihren Löffel in den Sud zwischen den üppig verschiedenen Fischsorten, und sagt: is lecker – aber geschmacklich voll eins auf die Zwölf.

Bei uns bedeutet das übersetzt: is lecker, aber gewöhnlich. Hat sich stets bemüht.

Der Koch setzt auf Effekthascherei, aber nicht auf Raffinesse. Die Liebe zum Detail hörte auf, als er sämtliche Fischsorten zur gleichen Zeit in den Sud gab, ungeachtet der unterschiedlichen Garzeiten.

Was Aaron Janes, unser Koch in Südengland, wohl dazu sagen würde? Wir sagen: diese Boullabaise ist NICHT die Beste. Allein: wir lassen gelten, dass Südengland nun mal nicht zwischen den Alpen und Marseille liegt.

Dagegen fällt unser Urteil über die Vitushöhle umso besser aus.

Frech gelegen neben der Kirche werben sie mit dem Schild „enjoy the dark side“ – wir fühlen uns amüsiert eingeladen.

Wie ihr sehen könnt, handelt es sich um ein irisch-schottisches Restaurant mit bodenständigen Gerichten. Die Inhaber selbst nennen es Fastfood.

… für das man sich allerdings angemessen viel Zeit nimmt, damit es so gut wird, wie es eben ist. Wir werden Stammkunden und schauen dort auch zusammen mit einer randvoll gefüllten Kneipe das Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft. Es gibt sogar Weltmeistersalat!

Absolute Kaufempfehlung!

Sonnenuntergangsstimmung am Hopfensee

Am Ende des Tages muss es noch den Sonnenuntergang geben. Sonst ist der Urlaub nicht kitschig.

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